Aktuell im Zoo Basel

An der heutigen Sitzung hat der Grosse Rat dem Bebauungsplan zum Ozeanium mit 69 zu 13 Stimmen zugestimmt. Das deutliche JA zeigt, dass das Projekt breite Zustimmung geniesst. Damit hat der Zoo Basel, welcher mit dem Ozeanium für den Schutz der Meere sensibilisieren wird, einen wichtigen Schritt hin zur Realisierung des Projekts getan.

Zoo-Direktor Olivier Pagan freut sich über den Entscheid des Grossen Rates: «Was vor rund zehn Jahren als Vision begann, konkretisiert sich mit dem JA des Grossen Rat nun weiter. Es ist schön zu sehen, dass der Grosse Rat anerkennt, dass das Ozeanium für den Zoo wie auch Basel eine grosse Chance darstellt».

Eine Chance für den Naturschutz und Basel

Mit dem Ozeanium möchte der Zoo, ganz im Sinne seiner jahrzehntelangen Tradition und Philosophie, die Besucherinnen und Besucher für die Tiere begeistern und für den Schutz ihrer Lebensräume sensibilisieren. Dazu sieht der Zoo Basel unter anderem spezielle Räumlichkeiten für Schulklassen vor und arbeitet mit renommierten Forschungsinstitutionen wie dem GEOMAR Kiel zusammen.

Gleichzeitig wird mit dem Ozeanium der Kulturstadt Basel ein weiteres Highlight geschenkt. Das stärkt nicht nur den Tourismus und das Gewerbe in Basel, sondern erweitert wie der Zolli selber auch das Freizeit-, Bildungs- und Kulturangebot für alle Baslerinnen und Basler und wertet den «Unort» Heuwaage auf.

Komplett privat finanziert

Das Ozeanium wird, wie alle Projekte des Zoos, privat finanziert. Verwaltungsrats-präsident Martin Lenz betont: «Das Ozeanium wird durch private Spenden und Eigenmittel des Zoos finanziert. Der Bau und der Betrieb des Ozeaniums werden den Steuerzahler keinen Franken kosten».

Die Spendensuche befindet sich auf gutem Weg. So konnte der Zoo kürzlich bekannt geben, dass er die Zusage für eine weitere Spende über fünf Millionen Schweizer Franken erhalten hat. Damit waren bereits vor dem Grossratsentscheid rund sechzig Prozent des Ozeaniums finanziert.

Viel Herzblut und Knowhow

Der Zoo wird nun den Planungsprozess weiterführen und auf die Realisierung des Projektes hinarbeiten. «Ich möchte dem ganzen Team des Zoos danken. Sie haben in den letzten Jahren das Projekt mit viel Herzblut und grossen Knowhow vorangetrieben. Nun gilt es die gute Arbeit fortzusetzen, dass diese grosse Chance für den Zoo und ganz Basel genutzt werden kann», so Martin Lenz.

Wie rasch das Ozeanium Realität werden kann, hängt jedoch auch vom weiteren politischen Prozess ab. Bereits haben Organisationen ein Referendum angekündigt. Olivier Pagan sieht den möglichen Abstimmungskampf auch als Chance: «Wenn aufgrund öffentlicher Diskussionen die Bevölkerung bereits frühzeitig für Themen wie Umweltbildung und Naturschutz sensibilisiert wird, begrüssen wir das. Im Sinne unseres wissenschaftlichen Anspruches werden wir faktenbasiert die Bevölkerung über unser Projekt informieren und sie davon überzeugen».