Aktuell im Zoo Basel

Schimpansin Benga hat am 13. August ein weibliches Junges geboren. Benga ist eine erfahrene Mutter und kümmert sich fürsorglich um die kleine Qisenge.

Die Geburt verlief problemlos und dauerte –wie es bei Schimpansen die Regel ist – nur wenige Minuten. Das Junge hat den Namen Qisenge erhalten. Jedes Jahr wechselt der Anfangsbuchstabe der Jungtiernamen im Zoo Basel. Dieses Jahr ist das – für die Namensgebung herausfordernde – Q-Jahr.

Qisenge ist Bengas (40) 7. Junge. Ihre ältere Schwester Lazima (5) lebt ebenfalls im Zoo Basel. Mit der Geburt ihrer Schwester macht Lazima zwei der wichtigsten Erfahrungen im Leben eines Schimpansen: Sie muss von ihrer Mutter unabhängig werden, lernt aber von ihr, wie Junge umsorgt und aufgezogen werden. Diese Lebensschule wird ihr helfen, wenn sie später selber Nachwuchs hat.

Auch Garissa (10), Lazimas ältere Schwester, bekam von ihrer Mutter Anschauungsunterricht. Sie ist seit einem Jahr selbst Mutter. Vom ersten Tag an kümmerte sie sich so vorbildlich um Ponima (1), wie sie es von ihrer Mutter gelernt hat.

Qisenges Vater ist mit grösster Wahrscheinlichkeit Kume (16). Da mit Fahamu (11) noch ein weiteres junges Männchen in der Gruppe ist, das als Vater in Frage kommt, wird erst ein Vaterschaftstest Aufschluss geben. Ausser den bereits genannten, leben in der 14-köpfigen Schimpansengruppe: Colebe (14), Obaye (2), Jacky (52), Fifi (26), Kitoko (26), Obuasi (2) und Bengas Schwester Xindra (44).

Im Zoo Basel leben Westliche Schimpansen Pan troglodytes verus, welche in West-Afrika vorkommen und von der IUCN als CR (vom Aussterben bedroht) eingestuft werden. Lebensraumverlust und Jagd sind ihre grössten Probleme.