Aktuell im Zoo Basel

Am Mittwoch, den 21. Juni 2017, ist Weltgiraffentag. Der Zoo Basel hält aktuell eine fünfköpfige Gruppe der seltenen Kordofan-Giraffen. Das jüngste Mitglied, Männchen Onong, ist ein ruhiges und selbstständiges Tier. Die im Zolli gehaltenen Kordofan-Giraffen gelten in der Wildbahn als gefährdet.

Onong (der Hübsche), der am 28. Februar 2017 im Stall des Antilopenhauses des Zoo Basel zur Welt gekommen ist, hat sich prächtig entwickelt. Gemäss Kuratorin Friederike von Houwald hat sich das unterdessen vier Monate alte Männchen, wie das bei Giraffen üblich ist, gut in die Gruppe integriert. Onong ist ein ausserordentlich ruhiges und selbstständiges Jungtier. Nicht einmal von der Nähe der Tierpfleger lässt er sich aus der Ruhe bringen. Dass er ab und zu abseits der Gruppe am Boden liegt, ist in der Natur der Giraffen als Fluchttiere begründet. Da Jungtiere nicht so viel Nahrung brauchen wie die Erwachsenen, ziehen sie sich oftmals zurück, während sich die älteren auf Futtersuche begeben. Onong ist aber durchaus gesellig. Schon wenige Tage nach der Geburt erkundete er zusammen mit Mutter Sophie (6) erstmals die Aussenanlage. In der Zwischenzeit hatte er auch Kontakt mit den Kleinen Kudus, die auf der Aussenanlage in Gemeinschaft mit den Giraffen gehalten werden.

Mit Onong umfasst die Gruppe der Kordofan-Giraffen im Antilopenhaus des Zoo Basel aktuell insgesamt fünf Tiere: Ein Männchen, zwei Weibchen und zwei Jungtiere. Onong, der bereits rund 2.20 Meter gross und ca. 165 Kilogramm schwer ist, ist das zweite Kalb von Sophie. Gemäss Kuratorin von Houwald hat er auch zu Vater Xamburu (8) eine gute Beziehung aufgebaut. Im Zoo Basel werden Kordofan-Giraffen seit 2011 gehalten. Im Unterschied zu allen anderen Unterarten haben Kordofan-Giraffen nur kleine und eher unregelmässige Flecken auf der Innenseite der Beine.

Giraffen sind in der Wildbahn gefährdet

Der Weltgiraffentag am 21. Juni wurde von der Giraffe Conservation Foundation ins Leben gerufen, um auf die Gefährdung dieser Tiere in der Wildbahn aufmerksam zu machen. In Afrika gibt es derzeit noch weniger als 100‘000 dieser Tiere, über die zudem kaum wissenschaftliche Untersuchungen bestehen. Von den Kordofan-Giraffen gibt es in Tschad, Nigeria und Kamerun heute sogar nur noch rund 2000 dieser Tiere. In den europäischen Zoos existiert deshalb ein vom Zoo Gelsenkirchen (Deutschland) koordiniertes Zuchtprogramm. In wissenschaftlich geführten Zoos werden heute weltweit rund 90 dieser Tiere gehalten. Mit seiner Giraffengruppe möchte der Zoo Basel ebenfalls einen Beitrag zum Schutz dieser seltenen Unterart leisten.

Dieser Tage sind die Giraffen im Zoo Basel häufig auf der Aussenanlage des Antilopenhauses unterwegs. Insbesondere bei sehr warmen Temperaturen empfiehlt es sich für das Publikum, der Giraffengruppe am frühen Vormittag oder am späten Nachmittag einen Besuch abzustatten. Im Antilopenhaus, das 1910 eröffnet wurde und damit zu den ältesten Gebäuden im Zoo Basel gehört, ist für die Besucherinnen und Besucher aktuell auch sonst einiges zu sehen. Auch bei den Okapis gibt es ein Jungtier, und bei den Kleinen Kudus sogar zwei Junge.