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Zu den SendungenBei folgenden Tierarten gibt es zur Zeit Jungtiere zu entdecken:
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Zur NewsletteranmeldungIn den nächsten Tagen begeben sich die Schmuckschildkröten im Zoo Basel in die wohlverdiente Winterstarre. Wenn die Temperaturen unter 12° C fallen, sinken sie auf den Grund der kühlen Zoo-Gewässer bis sie ein freundlicher Sonnenstrahl wieder aufweckt. Schmuckschildkröten stammen aus Nordamerika, ausgesetzte Tiere werden aber immer wieder in heimischen Gewässern gesichtet. Die einzige ‚Schweizerin‘ unter den Schildkröten ist die Europäische Sumpfschildkröte, an deren Wiederansiedlung sich der Zoo Basel beteiligen will. Zurzeit sind es jedoch die tropischen Rotbauch-Spitzkopfschildkröten aus Neuguinea, die hinter den Kulissen des Vivariums aufgezogen werden. Seit 1983 sind im Zoo Basel rund 1200 Junge dieser Schildkrötenart geschlüpft.
Wer noch einen letzten Blick auf die Schmuckschildkröten in den Zolli-Gewässern werfen möchte, muss sich beeilen. Mit ihren auch bei Besuchenden beliebten Sonnenbädern ist für dieses Jahr wohl Schluss: Mit den fallenden Temperaturen sinken auch die Schmuckschildkröten auf den Grund der Teiche. Erst wärmende Sonnenstrahlen holen sie oft schon im Februar aus ihrer Winterstarre. Die Schildkröten in den Aussengewässern des Zolli überstehen den kalten Winter nur, weil die Gewässer zwischen Kinderzolli und Vivarium von wärmerem Grundwasser gespeist werden. Denn Rotwangen-Schmuckschildkröten mögen eigentlich heisse Sommer und milde Winter. Sie stammen aus dem südöstlichen Nordamerika, werden aber jährlich zu Hunderttausenden aus den USA nach Europa und Asien exportiert. Als fünfrankenstückgrosse Babys verkauft, werden sie über 80 Jahre alt und wiegen schon nach wenigen Jahren zwei Kilogramm. Dann landen sie nicht allzu selten im Weiher, wo sie an der heimischen Tierwelt Schaden anrichten oder Krankheiten übertragen.
Die einzige Schweizerin unter den Schildkröten
Im Gegensatz zur nicht einheimischen Schmuckschildkröte, bekommt man ihre heimische Cousine bei uns kaum je zu Gesicht. In der Schweiz sind nur wenige Populationen im Mittelland und im Tessin bekannt. Die Art ist in der Schweiz vollständig geschützt. Bestrebungen der KARCH (Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz), die Sumpfschildkröte wieder anzusiedeln, möchte der Zoo Basel mit eigenen Nachzuchten unterstützen. Versuche haben gezeigt, dass sich die Sumpfschildkröte in vielen Regionen der Schweiz fortpflanzen könnte, auch in der Nähe von Basel.
Pflege von Babyschildkröten
Erfahrung in der Zucht von Schildkröten hat der Zoo Basel seit Jahren. Rund 1200 Rotbauch-Spitzkopfschildkröten sind in den letzten dreissig Jahren im Zoo Basel geschlüpft. Die um den 20. September herum geschlüpften zehn Mini-Schildkröten, werden vom Tierpfleger jetzt hinter den Kulissen gehegt und gepflegt. Um den winzigen Panzer von Algen und Bakterien zu befreien, kommt dabei schon mal eine Zahnbürste zum Einsatz. Die Eltern, ein Männchen und zwei Weibchen, leben bereits seit 1981 im Zoo Basel und sind im Vivarium im Terrarium 46 zu sehen. Ihre Eier legen sie in den weichen und warmen, sandigen Untergrund. Der Tierpfleger legt diese in den Brutschrank wo die Jungen bei rund 28 Grad nach rund 55 Tagen schlüpfen.