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Zoo Basel eröffnet ‹Geigy-Anlage› mit Aussenanlagen für Menschenaffen

Nach zweijähriger Bauzeit öffnet der Zoo Basel die ‹Geigy-Anlage› erstmals für das Publikum. Die imposanten neuen Erlebnisanlagen werden von Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans bewohnt. Als Geschenk zum Eröffnungstag am 28. September sind alle Tickets vergünstigt, der Erlös aus diesen Eintritten geht an die ‹Berggorilla & Regenwald Direkthilfe›.

Am 28. September wird die ‹Geigy-Anlage› mit den neuen Erlebnisanlagen für Menschenaffen erstmals für das Publikum offen sein. Das umgebaute Affenhaus mit vergrösserten Innenanlagen wurde bereits letztes Jahr eröffnet. Neu stehen den Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans fünf mit Netzen überzogene Aussenräume und den Kleinaffen wie Sumpfspringaffen, Weisskopf-Sakis und Klammeraffen Volieren auf dem Dach zur Verfügung. Mit einer Feier für geladene Gäste wurde die neue Anlage am 27. September eingeweiht. «Unsere Orang-Utans, Schimpansen und Gorillas sind Botschafter ihrer Verwandten in der Natur», betonte Zoodirektor Olivier Pagan an diesem Anlass. «Wir möchten unserem Publikum Menschenaffen zeigen, um für den Schutz dieser bedrohten Lebewesen zu werben.»

Weltneuheit für Orang-Utans

Vor einer Woche durften als Erste die Schimpansen ihr neues Zuhause in Beschlag nehmen. Kaum war der Schieber geöffnet, wagten sie sich einer nach dem anderen nach draussen. Die bis 16 Meter hohen Aussenanlagen für die Menschenaffen sollen mit ihrer dschungelartigen Bepflanzung einen Eindruck natürlichen Lebensraumes vermitteln. Die fünf Netzräume sind untereinander und mit den Innenanlagen verbunden. So können die Einzelgehege zu grösseren Gehegen zusammengeschlossen werden. Die Aussenanlagen sind mit unterschiedlichsten Substraten wie Erde, Sand und Holzschnitzel eingerichtet und werden von einem kleinen Bach durchzogen. Sie erlauben den Schimpansen, Orang-Utans und Gorillas, Wind und Wetter zu erleben oder nach Würmern, Insekten oder Kräutern zu suchen. In den Räumen, die vorwiegend von den Orang-Utans bewohnt werden, liess sich der Zoo Basel auf ein Experiment mit einer Weltneuheit ein: An Bambus mahnende Fiberglasstangen von bis zu sieben Metern Höhe ermöglichen den Orang-Utans ihre typisch schwingende Fortbewegungsart von Baum zu Baum.

Mehr Raum für Affen – und Kinder

Neu ist auch ein Erlebnisspielplatz für Kinder im Aussenbereich. In einem mit Hängematten und Seilen ausgestatteten Miniaturnetzraum dürfen Kinder das bei den Affen Gesehene selber ausprobieren. Das Haus aus dem Jahr 1969 ist in seiner Struktur erhalten geblieben. Die Innenräume wurden in der Tiefe und Höhe erweitert und das Raumvolumen für die Menschenaffen so annähernd verdoppelt. Die hinter den transparenten Gittern liegenden Rückwände sind mit Pflanzen bewachsen. Hinter den Kulissen stehen neu drei, für Besucher nicht einsehbare Gehege für Menschenaffen zur Verfügung.

Grosse Spende ermöglichte das Projekt

Die Gesamtkosten des Projektes mit dem Umbau des Affenhauses und dem Neubau der Erlebnisanlagen für Menschenaffen belaufen sich auf dreissig Millionen Franken. Fünfzehn Millionen wurden für den Umbau des Hauses, acht Millionen für die Netzräume und sieben Millionen Franken für die Terraingestaltung, den Tiefbau, für Kunstfelsen und Pflanzungen verwendet. Die Finanzierung erfolgte ausschliesslich durch Spenden. Möglich gemacht hat den Bau der ‹Geigy-Anlage› die grösste Donation in der Geschichte des Zoo Basel: Die Eckenstein-Geigy-Stiftung spendete 25 Millionen Franken an das Grossprojekt. Dank den grosszügigen Donationen konnte das Grossprojekt ohne Abstriche realisiert werden.

Geschenk an das Publikum

Als Geschenk zum Eröffnungstag der ‹Geigy-Anlage› sind am 28. September alle Tickets vergünstigt. Erwachsene zahlen nur fünf Franken, Kinder zwei Franken. Sämtliche Erlöse aus Eintritten gehen an diesem Tag an die ‹Berggorilla & Regenwald Direkthilfe›, welche sich für den Erhalt der Lebensräume von Gorillas einsetzt. Die ‹Berggorilla & Regenwald Direkthilfe› arbeitet eng mit Wildhütern zusammen und unterstützt Aufklärungs- und Hilfsprojekte für die Bevölkerung.