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Aktuelles aus dem Zolli
 
BABY-BEUTEL
Zwei Kängurubabys schauen im Zoo Basel noch etwas schüchtern aus den Bauch-Beuteln ihrer Mütter. Da Kängurus so winzig wie ein Gummibärchen zur Welt kommen, übersieht auch der aufmerksamste Tierpfleger meist die Geburt. Deshalb haben Zookängurus am Tag, an dem sie zum ersten Mal aus dem Beutel schauen ‚Geburtstag’. Im Gegensatz zum gut entwickelten Jungen vom 23. Februar war das zweite vom 7. März wohl aussergewöhnlich neugierig: Noch ganz rosa und unbehaart wagte es den ersten Blick in die Umgebung.

Heftiges Drehen und Winden liess seit längerem vermuten, dass sich in Känguru Dingis (4) Beutel im Zoo Basel etwas tut. Just am ersten warmen Tag des Jahres, am 23. Februar, schaute ihr Junges zum ersten Mal aus dem Beutel, wie um nachzuschauen, ob der Frühling wirklich schon da sei. Sehr überzeugt scheint es noch nicht zu sein, nur ab und zu wagt es einen schnellen Blick in die Umgebung. Das Kleine von Chupa (5) nahm den ersten Augenschein am stürmischen und kalten 7. März, zum Glück in der warmen Innenanlage. Eigentlich hätte der Tierpfleger erst in einem Monat damit gerechnet und er staunte nicht schlecht, als ein völlig haarloses, rosarotes Köpfchen über den Beutelrand guckte.

Der Tag des ersten Blicks aus dem Beutel wird in der Tierkartei des Zoos als ‚Geburt’ festgehalten. Ein neugeborenes Känguru ist bei der Geburt winzig und höchstens ein Gramm schwer, sodass die echte Geburt praktisch nicht zu sehen ist. Kängurus kommen nach einer kurzen Tragzeit von 30 Tagen zur Welt und klettern aus eigener Kraft in wenigen Minuten am Fell der Mutter hoch in den Beutel. Dort saugt sich das nackte Junge an einer Zitze fest. Nach rund sechseinhalb Monaten wagt es den ersten Blick in die Welt und macht mit etwa neun Monaten die ersten noch ungeschickten Hüpfversuche. Was bei jungen Kängurus so unpraktisch aussieht, erweist sich als sensationelle Energiesparmassnahme. Hüpfen verbraucht nur knapp halb soviel Energie wie Laufen. Die Känguruhinterbeine funktionieren wie Sprungfedern. Die Energie des Aufpralls wird gespeichert und wieder in Absprungenergie umgesetzt. Bei anderen Vierbeinern verpufft sie grösstenteils ungenutzt.

Im Zoo Basel leben derzeit 10 Kängurus: ein Männchen, 7 Weibchen und zwei Jungtiere.
GORILLAS UND SCHIMPANSEN ZIEHEN FÜR EIN JAHR AUS DEM ZOLLI AUS

Im Zoo Basel entsteht in den nächsten zwei Jahren die neue Erlebniswelt für Menschenaffen. Während der intensivsten Bauphase ziehen die Affen darum vorübergehend aus dem Zolli aus. Ganz in der Nähe des Zoos finden die Gorillas und Schimpansen, wie auch mehrere Kleinaffenarten ein neues, temporäres Zuhause. Die Firma Novartis stellt den Tieren auf Wunsch des Zoos leerstehende Räume zur Verfügung. Dies ist ein Glücksfall: Die Affen können in ihren Familien zusammenbleiben und werden weiterhin von den vertrauten Tierpflegenden betreut. Der Zoo Basel baut die Räume für seine Tiere selbst um.

Der Zoo Basel hat in den vergangenen vier Jahren verschiedene Unterbringungsmöglichkeiten für die Zolli-Affen geprüft. Da eine Trennung für die Affen ein grosser Stress gewesen wäre, kamen nur Räumlichkeiten in Frage, die genügend Platz für die ganzen Gorilla- und Schimpansenfamilien bieten. Im vorübergehenden Heim stehen nach dem Umbau durch den Zoo den beiden Menschenaffenarten je 150 Quadratmeter zur Verfügung – etwas mehr also als in den heutigen Anlagen.

Hohe Anforderungen
Auch die Anforderungen an die Sicherheit und Infrastruktur des temporären Geheges waren hoch. Der Zoo hat sich für Räume entschieden, die früher zur Tierhaltung dienten. Sie bieten daher ideale Bedingungen wie Lüftung, Heizung, Reinigungsmöglichkeiten und Sicherheitsvorkehrungen. Dank einer grossen Fensterfront haben die Tiere viel Tageslicht. Mit Warenliften, Aufenthaltsräumen, Futterküche und Garderoben ist die Infrastruktur auch für das Pflegepersonal optimal. Wichtig für das Wohlbefinden der Tiere ist die Pflege durch die ihnen bekannten Tierpflegenden und Tierärzte. Dank der Nähe zum Zoo müssen die Affen zudem nicht weit reisen, was vor allem für die älteren Tiere ein grosser Vorteil ist.

Reichhaltiges Angebot
„Es war nicht ganz einfach, eine provisorische Unterbringung zu finden, die den Affen in etwa die gleichen Bedingungen bietet, die sie im Zoo vorfinden“, erklärt Olivier Pagan, Direktor des Zoo Basel. „Wir mussten dabei auch Kompromisse eingehen. Die Tiere werden zum Beispiel die Besucher vermissen, die sie so gerne beobachten. Wir gleichen das mit einem noch reichhaltigeren Angebot an Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten aus.“ Holzwolle, Plastiktonnen, Hängematten und jede Menge Material zum Tüfteln sorgen für Abwechslung im Alltag, auch ohne den gewohnten Besucherstrom.

Grosszügige Aussenanlagen mit viel Grünfläche
Der Umzug der Gorillas und Schimpansen ins vorübergehende Zuhause erfolgt im April, sobald der Zoo die Räume für die Bedürfnisse der Affen umgebaut hat. Das Zoopublikum muss in der Zwischenzeit nicht auf Affen verzichten. Im Frühsommer eröffnet der Zolli eine neue Anlage für die Javaneraffen und die Kattas ziehen auf die Insel bei den Geparden. Bereits nach einem Jahr, nach Abschluss der ersten Bauetappe, kehren die Gorillas und Schimpansen zurück ins vertraute Affenhaus. 2012, ein weiteres Jahr später, eröffnet der Zolli die neue Erlebniswelt der Menschenaffen – mit einer grosszügigen Aussenanlage und viel Grünfläche. Die Tiere können dann in schwindelerregenden Höhen klettern, auf Futtersuche umherstreifen und Regen, Sonne, Wind und Schnee auf ihrem Fell spüren. Für die Menschenaffen eröffnen sich neue Sinneswelten und für das Publikum neue Einblicke ins Leben unserer nächsten Verwandten.

DER HARLEKIN – EIN LETZTER FASNÄCHTLICHER FARBKLECKS IM ZOLLI

Die Basler Fasnacht ist vorbei, und damit auch die grelle Buntheit in der Stadt. Nicht ganz, denn im Vivarium lebt der knallig-farbige Harlekinlippfisch, der sich mit seinen auffälligen Mustern Artgenossen vom Leibe hält und sich so in seinem Revier in aller Ruhe auf die Suche nach Leckereien macht.

Dass die tropischen Korallenfische so bunt sind, hat mit der Fasnacht nichts zu tun, auch wenn einer von ihnen den Namen „Harlekinlippfisch“ erhalten hat. Er lebt in Korallenriffen vom Roten Meer bis nach Australien und in Basel, wo er sich nach den drei schönsten Tagen ins Vivarium zurückgezogen hat. Den Namen hat er wohl seiner enormen fasnächtlichen Farbenpracht wegen erhalten.

Seine üppigen Muster und Farben sind abschreckende Signale an Artgenossen. Die meisten Korallenfische, wie auch der Harlekinlippfisch, sind territoriale Einzelgänger und betrachten Gesellschaft aus den eigenen Reihen als Konkurrenz. Der Tisch ist im Korallenriff zwar reichlich gedeckt, aber Korallenfische bedienen sich nur von einzelnen Futterarten. Sie bilden Reviere, in denen sie ihre Lieblingsnahrung suchen und fressen. Die Reviere werden heftig gegen Artgenossen mit den selben Vorlieben verteidigt. Wer einem nicht ähnlich sieht wird geduldet, denn fremde Farbmuster lassen auch auf andersartige Leibspeisen schliessen. Mit ihren Plakatfarben haben Korallenfische eine unblutige Methode erfunden, Konkurrenten zu erkennen, Artgenossen auf Distanz zu halten und so Futter- und Territorien perfekt aufzuteilen.

Junge Lippfische wie der Harlekin umgehen die Attacken ihrer erwachsenen Artgenossen, mit einer ‚Verkleidung’: Eine Jugendfärbung mit eigenem Muster, lässt sie wie eine  fremde Art aussehen. Also doch ein Fasnachtskostüm?
Der Harlekinlippfisch lebt im Aquarium Nr. 18 im Vivarium.

SCHWEIN GEHABT!

Acht kleine Minischweinchen toben seit dem 4. Februar im Kinderzollistall im Heu und spielen Fangen. Wenn es Minipig-Mutter Jill (2) zu bunt wird, ruft sie ihre Kinderschar mit unmissverständlichem Grunzen zur Ruhe. Vier Schweinchen sind Mädchen, vier sind Jungs. Optisch hat sich Vater Jack (2) durchgesetzt. Nur drei sind schwarz wie Mutter Jill, die anderen haben wie er hübsche schwarze Punkte auf ihrer schweinchenrosa Haut. Die ersten zwei Tage jagte die fürsorgliche Jill den neugierigen Vater noch vom Nest. Jetzt fläzt die ganze Familie, von wohligem Grunzen begleitet, gemeinsam im weichen Strohbett.

NEUER OKAPI-BULLE SOLL FÜR NACHWUCHS SORGEN
Das neue Okapi ‚Stomp’ (6) soll im Zoo Basel möglichst bald für Nachwuchs sorgen. Der Zolli freut sich über den gesunden und prächtigen Bullen und auch seiner Partnerin ‚Xina’ (10) scheint er zu gefallen. Doch bevor sich die beiden näher kennenlernen konnten, musste Stomp für tierärztliche Untersuchungen trainiert werden: Ein Prozedere, das er mit erstaunlicher Gelassenheit über sich ergehen liess. ‚Stomp’ ist eines von weltweit nur 160 Zoo-Okapis.  

Die Freude war gross, als am 2. Dezember der neue Okapi-Bulle ‚Stomp’ (6) aus dem Zoo Berlin im Zolli ankam. Schon der erste Eindruck nach dem Ausladen aus dem Transporter nach der strapaziösen Reise war vielversprechend. Das Prachtstier interessierte sich sofort für das angebotene frische Grünzeug und fügte sich ruhig und gelassen in die neue Umgebung des Antilopenhauses ein. ‚Stomp’ wurde während seiner Reise von seinem zukünftigen Tierpfleger begleitet, der sich vorgängig bis ins Detail über dessen Charakter und die Haltung informiert hatte: Instruktionen zur Annäherung ans Tier wurden ebenso ausgetauscht wie Futterpläne und besondere Vorlieben.

Der Import eines Okapis aus dem Ausland ist an tierseuchenpolizeiliche Auflagen gekoppelt, und es muss eine amtliche Quarantäne durchgeführt werden. Während dieser Zeit müssen spezielle Hygienemassnahmen im Umgang mit dem Tier befolgt werden, und der Kontakt zu anderen Huftieren ist untersagt. Der Gesundheitszustand des neu eingestellten Tieres wird akribisch dokumentiert, und zusätzlich wird Blut auf bestimmte ansteckende  Krankheitserreger untersucht. Erst beim Vorliegen negativer Resultate gibt die Behörde durch das Aufheben der Quarantäne das Tier frei, sodass es auch von den ZoobesucherInnen aus der Nähe bestaunt werden kann.

Zur Erleichterung der Zootierärzte wurden die benötigten Untersuchungen erheblich vereinfacht, da der Okapi-Bulle bereits ‚trainiert’ war, das heisst der Tierpfleger konnte nach gutem Zureden das Tier sanft berühren und sein samtiges Fell streicheln. Nach dieser ersten Angewöhnung kam der Tierarzt hinzu. Problemlos konnte auch er ,Stomp’ an allen Körperteilen berühren, und sogar die Klauen konnten angehoben und genau inspiziert werden. Diese Vorbereitungen führten dazu, dass dem Tier zur Blutentnahme nur ein Beruhigungsmittel verabreicht werden musste, und die Untersuchung, für ein Wildtier ungewöhnlich, am stehenden Tier durchgeführt werden konnte. Mittlerweile ist ‚Stomp’ aus der Quarantäne entlassen, und das Interesse an seiner Artgenossin ,Xina’ ist vielversprechend. Der Zoo Basel hofft, damit den Grundstein für weitere regelmässige Nachzuchten gelegt zu haben.

Okapis sind wegen zunehmendem Lebensraumschwund bedroht. Weltweit leben nur rund 160 Tiere in Zoos, in Europa sind es 55. Der Zoo Basel unterstützt Forschungs- und Naturschutzprojekte zur Erhaltung der scheuen, einzelgängerischen Waldbewohner im Kongo finanziell.

GEBURT IM SCHNEE - DREIFACH-NACHWUCHS BEI DEN RAPPENANTILOPEN

Eine Schneegeburt sorgte am 12. Januar im Zoo Basel für Aufregung. Rappenantilope Chili (4) liess sich nicht mehr in den Stall locken und gebar bei eisigen Temperaturen auf der Aussenanlage. Bei den beiden Jungen vom 29. Dezember verlief die Geburt wie üblich im Haus.
 
Bei den Rappenantilopen im Zoo Basel hat es Nachwuchs gegeben. Alle drei Jungen sind Männchen. Zwei von ihnen sind am selben Tag, am 29. Dezember, im warmen Stall geboren. Beim am 12. Januar geborenen Jungen lief die Geburt etwas abenteuerlicher ab. Die Tierpfleger erkennen in der Regel die Zeichen einer nahenden Geburt und bringen die Mütter rechtzeitig nach drinnen. Bei den Jungen von Banja (5) und Ena (2) hat dies gut geklappt. Bei Chili (4) ging alles so schnell, dass ihr Junges im Schnee auf der Aussenanlage auf die Welt kam.

Am 12. Januar kurz vor Mittag hatte Chilli sichtbare Wehen und fing an zu pressen. In den Stall locken liess sie sich nicht mehr. Der Tierpfleger streute eilig eine dicke Strohdecke im Unterstand, wo kurz darauf das Junge geboren wurde. Zum Glück schien über Mittag die Sonne und wärmte das Neugeborene trotz Schnee und Eiseskälte. Chilli leckte ihr Kind trocken und nach 30 Minuten säugte es zum ersten Mal. Bevor die kalte Januarnacht anbrach, lockte der Tierpfleger die ganze Herde in den Stall und trug das Junge auf den Armen hinterher.

Am nächsten Tag gab es die erste Arztvisite: Die Tierärzte kontrollierten Herz, Lunge, Nabel, Maul und Geschlecht, implantierten einen Mikrochip und injizierten ein Vitamin E/Selen-Präparat zur Vorbeugung gegen die Weissmuskelkrankheit. Der Gesundheitszustand der Mutter war gut. Sie frass normal und die Nachgeburt war abgegangen. Ein Umstand, der bei Rappenantilopen gar nicht so einfach zu beobachten ist. Die Mutter frisst die Nachgeburt sofort auf und beseitigt so alle Spuren, die in der Natur Raubtiere anlocken könnten.

Rappenantilopenkinder sind sogenannte ‚Ablieger’. Die Mutter sucht das Junge nur zweimal täglich zum Säugen auf, erst nach drei Wochen folgt es ihr und trinkt noch sechs bis acht Monate Muttermilch. Bei der Geburt wiegen Rappenantilopen 14-18 Kilogramm. Der Zoo Basel züchtet Rappenantilopen sehr erfolgreich und zeigt eine schöne Herde. Im Moment zählt sie 8 Tiere: vier Weibchen, die drei Jungen und ihr Vater Primus (11).

EINE KLEINE SENSATION: FISCHFRESSENDES ‚BLATT‘ IM VIVARIUM

Das Vivarium im Zoo Basel hat neue, fast unsichtbare, Bewohner, die kaum ein anderer Zoo zeigt . Die südamerikanischen Blattfische machen ihrem Namen alle Ehre. Sie tarnen sich als verdorrte, treibende Laubblätter, um sich unbemerkt an kleine Fische heranzumachen. Damit die Vielfrasse auch satt werden züchtet der Zoo Basel tausende von Futterfischen.

Neu im Vivarium sind sensationelle Tarnkünstler, die südamerikanischen Blattfische zu sehen. Sie haben Form, Farbe und Musterung von verdorrten, im Wasser treibenden Laubblättern. Ein ‚Blattstiel’ macht als kleiner Fortsatz des Unterkiefers die Täuschung perfekt. Blattfische „stehen“ meist kopfüber im Schatten von Pflanzenblättern im Wasser und lauern auf vorbeischwimmende Beute, vor allem kleine Fische.Wie zufällig treiben sie im Zeitlupentempo auf ihr Ziel zu und saugen es dann blitzschnell ein. Dabei wird das Maul extrem vorgestülpt und auch grössere Brocken verschwinden im Schlund der Fische. Sie fressen ausschliesslich lebendes Futter. Um die Blattfische im Aquarium halten zu können, ist eine grosse und anhaltende Zucht von Futterfischen unabdingbar. Deshalb sind Blattfische kaum in anderen öffentlichen Aquarien zu sehen. Im Vivarium starteten die Vorbereitungen zur Haltung der Fische bereits vor mehr als einem Jahr.

Im selben Aquarium (Nr. 30) leben weitere Tarnkünstler: Die Nadelwelse ahmen perfekt feine Ästchen und Zweige nach, während sie die Wasserpflanzen von Algen befreien.


BRUTERFOLG BEI DEN BRILLENPINGUINEN

Ein Anlagen-Umbau hat bei den Brillenpinguinen im Zoo Basel einen regelrechten Babyboom ausgelöst. Küken Nummer acht dieser Brutsaison schlüpfte am 10. Januar, weitere könnten noch folgen. Das neue, reichhaltige Nestangebot und die von Brillenpinguinen geschätzte nachbarliche Distanz scheint den Vögeln zu behagen, zuvor lief die Nachzucht jahrzehntelang nur schleppend. Im Freileben nimmt der Bestand an Brillenpinguinen laufend ab, der Zoo Basel unterstützt deshalb ein Schutzprojekt vor Ort.

Am 10. Januar schlüpfte das achte Brillenpinguinküken innerhalb eines halben Jahres auf der neugestalteten Anlage im Zoo Basel. Den Anfang gemacht hatte der erste Jungvogel bereits im August letzten Jahres: Eine kleine Sensation, denn die Zucht der Brillenpinguine gelang im Zolli in den vielen Jahren ihrer Haltung nur selten. Der Zoo Basel hält seit 1949 Brillenpinguine, doch ein wirklicher Zuchterfolg blieb aus. Immer wieder verliessen die Altvögel frühzeitig ihren Nachwuchs und die Küken verstarben oder mussten von Hand aufgezogen werden.

2008 wurde die Brillenpinguin-Anlage erweitert und neu gestaltet. Besonderes Augenmerk wurde auf die Lage der Nester gelegt. Brillenpinguine brüten zwar in Kolonien, gehen aber zu ihren Nachbarn gerne etwas auf Distanz. Nach Anlageneröffnung dauerte es nur wenige Wochen, bis sich die ersten Vögel auf die neue Sandanlage wagten. Einige der neuen Brutplätze wurden im selben Herbst belegt und zwei Paare zogen ihre Jungen auf. Der grosse Run auf die neuen Nester blieb aber aus, bis Ende Juli letzten Jahres gleich mehrere Paare emsig Nester suchten und Ende August bereits das erste Küken der Saison schlüpfte. Da diejenigen Brillenpinguine, die schon seit mehreren Jahrzehnten im Zolli leben, erst spät im Jahr mit der Brut beginnen, könnten noch weitere folgen.

An den Küsten von Süd-Afrika und Namibia nimmt der Brillenpinguin-Bestand stetig ab. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts lebten noch ein paar Millionen Tiere, hundert Jahre später waren es gerade noch 63’000 Brutpaare. Im Jahr 2009 wurden nur noch 31’000 Paare gezählt. Wegen Überfischung und dem Abwandern wichtiger Fischschwärme wie Sardinen und Sardellen, der Hauptnahrung der Brillenpinguine, gelingt es den Altvögeln nicht mehr, ausreichend Fisch zur Aufzucht der Jungen zu finden. Als Folge werden die Jungvögel frühzeitig verlassen und verenden.

Um ein Aussterben dieser Vogelart zu verhindern, haben sich namhafte Organisationen aus Südafrika sowie der Europäischen ‚Zoo-Gemeinde’ zusammengetan und arbeiten an langfristigen Schutzmassnahmen. Unter anderem werden die verlassenen Jungvögel gesammelt und in einer Pflegestation aufgezogen. Der Zoo Basel unterstützt diese Schutzbemühungen finanziell.

Weitere Informationen zum Projekt Brillenpinguin

ERSTMALS NACHWUCHS BEI DEN SELTENEN SUMPFSPRINGAFFEN IM ZOO BASEL

Gunthers und Chicas Liebesglück ist endlich offenkundig. Die Sensation ist nur etwa fünfzig Gramm leicht und hätte in einer Kinderhand Platz. Das am 13. Januar im Zoo Basel geborene Sumpfspringaffenbaby ist die sensationelle Überraschung nach einer über einjährigen wechselvollen Vorgeschichte. Damit kommt im Zoo Basel Schwung in die Nachzucht der seltenen und bedrohten südamerikanischen Affenart.

Am 13. Januar ist im Zoo Basel erstmals ein Kleiner Sumpfspringaffe zur Welt gekommen. Über die zwischen den Eltern Gunther (5) und Chica (6) zaghaft sich spinnenden Bande hatte der Zoo Basel bereits im September letzten Jahres berichtet. Damals hatte der eher schüchterne Gunther aus Schweden nach einer halbjährigen einsamen Geduldsprobe endlich die für ihn vom Koordinator des EEPs (Europäisches Erhaltungszuchtprogramm) der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) ausgewählte, etwas ältere Chica aus Berlin empfangen dürfen. Entsprechend den hohen Erwartungen, die man in ihr Zusammenkommen setzte, wurde ihre Annäherung genau beobachtet. Doch die aufkeimenden Zeichen von Amors Wirken waren mehr als versteckt: hier einmal ein flüchtiges gegenseitiges sich das Fell Pflegen und da einmal ein verstecktes aber untrügliches Nebeneinandersitzen mit den langen, in sich verschlungenen, buschigen Schwänzen. Wirklich fliegen gesehen hat die goldigen Pfeile des alten Kupplergottes aber niemand.

Monate vergingen und Chica und Gunther fristeten ein meist unscheinbares Sumpfspringaffen-Dasein, unterbrochen nur von den arttypischen frühmorgendlichen Duettgesängen. Zweifel kamen auf, ob die etwas temperamentvollere Chica die richtige Wahl gewesen war, oder, ob das Paar vielleicht von der zuweilen wilden Jungenhorde ihrer Gehegegenossen, den Weisskopfsakis, etwas überfordert war. Bereits wurden erste Massnahmen erwogen, als am frühen Morgen des 13. Januar die fröhliche Botschaft von der glücklichen Geburt durch den Basler Zoo ging. Der pelzige Winzling wird meist von der Mutter getragen, ist gelegentlich aber auch auf Vaters Rücken zu sehen. Ob es ein Knabe oder ein Mädchen ist, weiss noch niemand. Sobald sein Geschlecht bekannt ist, wird der kleine Kobold einen Namen erhalten.

Sumpfspringaffen leben in den bodennahen Etagen des Regenwaldes von Brasilien, Kolumbien, Ecuador und Peru. Sie können nur in rund einem Dutzend europäischer Zoos bewundert werden. Mit seinem erstmaligen Nachwuchs trägt der Zoo Basel zur Erhaltung dieser bedrohten Affenart bei.

LEBENSRETTENDER ROLLENTAUSCH BEI KLAMMERAFFEN - ODER DICHA, DIE HÜBSCHE HELDIN

Die fünfte Geburt der Klammeraffenfrau Quilimari (16) im Zoo Basel am 17. Dezember verlief schwer. Die entkräftete Mutter war nicht in der Lage, sich um das Neugeborene zu kümmern. Um ihr Leben und das ihres Kindes musste gefürchtet werden. Wie durch ein Wunder sprang in der dramatischen Situation die jungerwachsene Tochter Dicha (3) ein. Sie trug den dem Tode geweihten aber gesunden Winzling am eigenen Körper, bis sich die Mutter mit tierärztlicher Hilfe nach bangen drei Tagen wieder erholt hatte. In der nun neunköpfigen Klammeraffengruppe des Zoo Basel können zurzeit gleich sensationelle drei dieser koboldhaften Affenkinder bewundert werden.

Zufrieden sitzt Quilimari (16) heute im Klammeraffengehege im Zoo Basel und säugt ihr Kind. Nichts lässt erahnen, dass die beiden eine schwierige Zeit durchgemacht haben. Bereits im März 2009 hatte Quilimari eine schwere Geburt. Das Kind kam tot zur Welt. Bald darauf wurde die erfahrene Mutter, welche schon zwei Kinder aufgezogen hatte, erneut trächtig. In der Zeit vor dem errechneten Geburtstermin - die Tragzeit bei Klammeraffen beträgt etwa siebeneinhalb Monate - wurde Quilimari dann zunehmend ruhiger und lag meist schläfrig herum. Als sie auch die Nahrung verweigerte und von heftigen Bauchkontraktionen geplagt wurde, begann man sich Sorgen zu machen. Gross war dann die Erleichterung, als der Tierpfleger am frühen Morgen des 17. Dezember die Spuren einer Geburt vorfand und eine Mutter, die zwar lebte doch völlig entkräftet war. Wo aber befand sich das Kind? Was im Halbdunkel der Rückzugsbox nicht sicher gesehen werden konnte, bestätigte sich dann bei Tagesanbruch: Das Neugeborene klammerte sich am Körper seiner jungerwachsenen Schwester Dicha (3) fest. Diese trug es sehr sorgsam und hielt sich stets in unmittelbarer Nähe der meist schlafenden Mutter auf. Während es den Tierärzten und Pflegern gelang, Mutter Quilimari langsam wieder zu Kräften zu bringen, wuchs zunehmend die Sorge um das Junge. Dieses zeigte mit seinem gesunden Klammerreflex, dass es bestens bei Kräften war. Doch von wem wurde es ernährt? Woher bekam es seine Milch? Nach drei Tagen erst wurde es ein erstes Mal am Körper seiner Mutter gesehen und da tatsächlich auch an der nährenden Brust. Getragen wurde es aber über einen weiteren Tag von der tapferen Dicha.

Ob die rührende Hilfeleistung der jungen Dicha ein willentlicher Akt war oder mehr ein spielerisches Ausprobieren in der sich ergebenden Gelegenheit, muss Spekulation bleiben. Bei Klammeraffen kann immer wieder beobachtet werden, dass in einer gewachsenen Gruppe mit hohem sozialem Zusammenhalt die Kinder von verschiedenen Weibchen getragen werden. Für spannende Beobachtungen bei dieser verspielten Affenart im Zoo Basel ist in nächster Zeit auf jeden Fall gesorgt. Und Dicha - ihr Name bedeutet „die Hübsche“ - darf mit Recht als die hübsche Heldin gefeiert werden.

Im Moment sind im Zoo Basel gleich drei Klammeraffenkinder zu sehen. Florita (1) und Guapo (1/2) sausen spielend über den Boden und toben an den Seilen herum. Das Kind von Quilimari fühlt sich noch am wohlsten an Mutters Bauch. Sobald bekannt ist, ob es ein Weibchen oder ein Männchen ist, wird es einen Namen erhalten.

WIE DAS KUCKUCKSEI INS WASSER KOMMT – UNFREIWILLIGE ADOPTION DER RIESENBABYS

Kuckuckswelse aus dem Tanganjikasee parasitieren andere Fischarten aufs Dreisteste. Sie überlassen die Aufzucht ihrer Jungen vollständig maulbrütenden Buntbarschen. Sie jubeln ihnen riesige „Kuckucks-Eier“ unter und sorgen dafür, dass die bald danach schlüpfenden Jungen im fremden Maul auch gleich mit leckeren Eiern ‚gefüttert’ werden.

Die afrikanischen Kuckuckswelse (Synodontis multipunctatus) machen ihrem Namen alle Ehre und gehen noch viel weiter als das Vorbild aus der Vogelwelt: Über Wochen beobachten sie das Balzen von Buntbarschen und halten ihre Eier just dann bereit, wenn auch die Buntbarsche Eier legen. Mit wilden Schwimmbewegungen stören Kuckuckswelse die potentiellen ‚Adoptiveltern’ beim Laichen, sorgen gehörig für Aufregung und fressen rund die Hälfte der fremden Eier weg. Gleichzeitig legen sie ihre eigenen, etwa dreimal grösseren Eier ins Buntbarschgelege. Hektisch versucht das Buntbarschweibchen ihre Brut im Maul in Sicherheit zu bringen und nimmt dabei unbemerkt auch die Kuckuckseier auf. 

Maulbrüten ist im Tanganjikasee bei Buntbarschen gang und gäbe. Nach der Eiablage nimmt das Weibchen die Eier ins Maul und trägt sie dort vor Feinden geschützt aus, bis die Jungen nach etwa drei Wochen schlüpfen. Die Eier der Kuckuckswelse allerdings ‚reifen’ viel schneller. Aus ihnen schlüpfen bereits nach wenigen Tagen riesige, vor allem aber hungrige Junge, die sich sofort über die Buntbarscheier im Maul der Leihmutter hermachen. Nach drei Wochen ist das Maul der Adoptivmutter zum Platzen voll mit jungen Kuckuckswelsen. Die Welse werden schnell selbständig und stürzen sich nach einem Jahr selbst auf Gelege von Barschen.
Im Vivarium gelingt die sehr seltene Zucht von Kuckuckswelsen mit Tanganjika-Buntbarschen als Wirten seit Jahren regelmässig. Geschlechtsreife Tiere sind im Aquarium Nr.12 zu sehen.

NEUER LEITER ADMINISTRATION UND STV. DIREKTOR
Der Zoo Basel hat einen neuen administrativen Leiter und Stv. Direktor. Marc Riggenbach hat am 1. Januar 2010 die administrative Führung des Zoo Basel übernommen. Der 44-jährige Marc Riggenbach war zuletzt als Senior Manager / Stv. Direktor bei Ernst & Young AG tätig. Er ist Eidg. diplomierter Wirtschaftsprüfer und hat an der Universität Basel Betriebs- und Volkswirtschaft studiert. In seiner neuen Funktion ist er für die Bereiche Finanzen, Administration und Personal zuständig. Sein Vorgänger, Roland Brodmann, bekleidet die neu geschaffene Stelle ‚Drittmittel’.
2010 JAHR DER BIODIVERSITÄT
Bundesrat Moritz Leuenberger und Ständeratspräsidentin Erika Forster haben gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Verbänden und Organisationen am 12. Januar 2010 das Internationale Jahr der Biodiversität in der Schweiz lanciert. zooschweiz mit Zoo Basel, Natur- und Tierpark Goldau, Walter Zoo Gossau, Wildnispark Zürich-Langenberg und Zoo Zürich war an dem Ereignis beteiligt und trägt mit zahlreichen Aktivitäten zu dem von den Vereinten Nationen proklamierten Jahr bei. Damit will zooschweiz darauf hinweisen, dass Biodiversität für das Leben und die Entwicklung der Menschheit von grundlegender Bedeutung ist und Massnahmen zu ihrem Schutz dringend notwendig sind.

„Biodiversität ist Leben“ lautet die Devise des Internationalen Jahres der Biodiversität. Die Biodiversität umfasst alle Arten, ihre genetische Vielfalt und die Ökosysteme auf unserem Planeten. Sie ist für das Überleben und die Entwicklung der Menschheit von existenzieller Bedeutung. So stammt beispielsweise ein Drittel aller Nahrungsmittel von Pflanzen, die durch wild lebende Tiere bestäubt werden. Die Ökosysteme tragen zur guten Qualität des Trinkwassers bei und spielen eine wichtige Rolle als Schutzzonen bei Überschwemmungen und anderen Naturereignissen. Die Erhaltung der Biodiversität ist von zentraler Bedeutung für die nachhaltige Entwicklung der Schweiz, weil sie das ökologische Gleichgewicht, aber auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Prosperität garantiert.

In Bern haben Bundesrat und Umweltminister Moritz Leuenberger sowie Ständeratspräsidentin Erika Forster zusammen mit dem Forum Biodiversität Schweiz, Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, Pro Natura, WWF, zooschweiz und dem Schweizerischen Bauernverband SBV am 12. Januar 2010 das Jahr der Biodiversität in der Schweiz lanciert.

Moritz Leuenberger wies darauf hin, dass die Erhaltung der Biodiversität nicht nur eine ethische Verantwortung ist, sondern sich auch wirtschaftlich lohnt. Biodiversität schafft vor allem durch die land- und forstwirtschaftliche Nutzung sowie den Tourismus jedes Jahr Werte in der Höhe von Milliarden von Franken. Sie ist jedoch wegen des Rückganges und der Zerschneidung der Lebensräume sowie der immer noch ungenügenden Qualität der Ökosysteme in der Schweiz wie auch weltweit rückläufig. Um dies zu ändern, erarbeitet die Schweiz derzeit eine nationale Strategie und wird auch international aktiv werden.

Ständeratspräsidentin Erika Forster betonte an der Eröffnungsfeier im Bahnhof Bern, dass die Biodiversität für unser tägliches Leben von grundlegender Bedeutung ist. Sie nahm die Anliegen von jungen Leuten der Umweltschutzverbände und des Bauernverbands entgegen sowie von der Zooschule Goldau, die mit einer Klasse aus Ibach anwesend war, die wünschte, dass Pinguine und Waldrappe, Elefanten und Bären, und alle andern Tierarten und ihre Lebensräume auch in Zukunft einen Platz auf dieser Erde haben mögen und auch noch spätere Generationen faszinieren und inspirieren können.

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PINGUINSPAZIERGANG FÄLLT AUS
Bis auf weiteres findet kein Pinguin-Spaziergang statt. Die Vögel bewohnen wegen Wartungsarbeiten die Anlage der Fischotter. Dort sind sie momentan besonders gut zu beobachten. Der Tierpfleger informiert während der Umbauzeit um 11 Uhr vor dieser Anlage.
SCHNEELEOPARDEN IN ZÜRICH

Wegen Umbauarbeiten am Felsen sind die Schneeleoparden ab 1. Januar vorübergehend nicht zu sehen. Sie ziehen für 2-3 Monate in den Zoo Zürich und kommen voraussichtlich im März/April wieder in den Zoo Basel.

STRÄUSSCHEN ZUM FEST – WEIHNACHTSKINDER IM ZOO BASEL
In der Weihnachtsnacht hat es im Zoo Basel Nachwuchs gegeben. Am Stephanstag-Morgen schaute das Köpfchen eines Straussenkükens aus dem schwarzen Gefieder des brütenden Vaters Baringo (15). Im Verlaufe des Tages schlüpfte ein weiteres und am nächsten Tag nochmals sechs Küken. Mittlerweile sind im Straussenhaus zehn igelig gefiederte Sträusschen zu sehen.

Das kleine Straussenküken hat vermutlich anstrengende Weihnachten gehabt. Die Eischale wird zwar im Verlauf der Brut poröser, aber es braucht doch einen enormen Kraftakt des Kükens, um das Ei zu sprengen. Ein Vorgang, der unter Umständen Stunden dauern kann. Der Einzige, der es sicher weiss, ist Baringo, der währenddessen auf dem Nest sass. Dass gerade er am frühen Morgen brütete, ist kein Zufall. Der ‚Hütedienst’ ist bei Strausseneltern streng nach Fahrplan organisiert. Nachts brütet der schwarze Hahn und tagsüber die braun gefiederte Henne.
WINTERKÄLTE IM ZOLLI

Die Eiseskälte der letzten Tage hatte überraschend geringen Einfluss auf die Tiere im Zolli. Viele Tiere ertragen tiefe Temperaturen problemlos oder die Tierpfleger sorgen vor. Vögel hüllen sich in Flauschfederkleider, Säugetiere in Winterfelle. Reptilien und andere wechselwarme Zoo-Bewohner sind auf klimatisierte Räume oder Wärmestrahler angewiesen.

Die Tiere im Zoo Basel haben auf die klirrende Kälte der letzten Tage ganz unterschiedlich reagiert: Den Rentieren schien das kalte Schneepolster sehr zu behagen. Dank Winterfell gut isoliert legten sie sich kurzerhand in die Schneekuhlen. Die Kängurus zeigten zwar Interesse an der weissen Pracht, zogen aber nach einigen Hüpfern den wohlig vorgewärmten Stall vor. Die Seelöwen fressen momentan ein paar Fische mehr, um ihren Energiebedarf zu decken, nehmen ansonsten die Kälte aber völlig gelassen. Ihre dicke Speckschicht und das Wasser abstossende Fell isolieren sie bestens gegen Frost. Den Esels- und Königspinguinen ist es erst richtig wohl, wenn die Temperaturen unter zehn Grad sinken. Ihr Wind, Wasser und Kälte dichtes Federkleid ist die ideale Outdoor-Bekleidung für Minustemperaturen. Deshalb wird ihre Innenanlage rund ums Jahr stark gekühlt. 

Nur für einige wenige Zootierarten müssen an kalten Tagen spezielle Massnahmen getroffen werden: Die Elefanten machen derzeit nur kurze Ausflüge nach draussen, damit ihre empfindlichen Ohren nicht abfrieren. Definitiv zu kalt war es den Flusspferden in den vergangenen Tagen, bei ihnen war Wellness im gewärmten Innenbad angesagt. Auch die Giraffen mussten drinnen bleiben, sobald auf den Aussenanlagen Rutschgefahr drohte. Wassergräben halten die Tiere in ihren Anlagen – solange das Wasser nicht gefroren ist und zu einem Spaziergang einlädt. Bei den Löwen, den Geparden und einigen Huftieren mussten die Tierpfleger das Eis in den Wassergräben zerschlagen. Bei den Löwen und den Wölfen musste sogar der Wasserstand im Graben gesenkt werden. 

Das durch den Zoo fliessende Wasser stammt aus einem Seitenkanal des Birsig und aus dem warmen Grundwasserstrom unter dem Vivarium. Es bleibt auch an kältesten Tagen so warm, dass Sumpfschildkröten darin den Winter überdauern können. 

Von der ganzen Aufregung draussen merken die Tiere im Vivarium nichts. Fische, Reptilien und Amphibien sind wechselwarm – sie können also keine eigene Körperwärme erzeugen. Deshalb sind die Aquarien und Terrarien beheizt und voll klimatisiert.

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DOWNLOAD: ZOLLI-BILDSCHIRMSCHONER

In der neuen Plakatkampagne des Zoo Basel  imitieren Kinder die Mimik von Löwe, Schleimfisch, Kofferfisch und Katta und zeigen damit auf witzige Weise die Nähe zum Tier.

Der Zolli thematisiert mit dieser «tierischen Gegenüberstellung» wie sich Kinder mit der Natur auseinandersetzen.

Sie dürfen gerne unseren Bildschirmschoner und die Hintergrundbilder herunterladen und auf Ihrem PC oder Mac installieren. Der Bildschirmschoner ist für Windows-User, die Hintergrundbilder sind für MacOSX User gedacht.

Kurzanleitung für Windows-User: Datei downloaden und mit einem Doppelklick entpacken. Mit der rechten Maustaste auf die Datei "Bildschirmschoner Zoo Basel.scr" klicken und "installieren" wählen.

Kurzanleitung für MacOSX-User: Datei downloaden und mit einem Doppelklick entpacken. Unter "Systemeinstellungen" "Schreibtisch & Bildschirmschoner" "Bildschirmschoner" anklicken und den neu entpackten Ordner wählen.

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Eierschau bei Schichtwechsel im Straussenhaus 09.12.2009
Klimatisiert, druckstabil und vollständig rezyklierbar 09.12.2009
Hübsches Design mit Sollbruchstelle 09.12.2009
Der Santiglaus im Zolli 04.12.2009
Einzigartige Medusenhäupter im Vivarium 30.11.2009
Schnee in Sicht für Schneeleoparden im Zolli? 19.11.2009
ZOO MAGAZIN 07|09 18.11.2009
Nach vier Jahren endlich wieder Zebranachwuchs 11.11.2009
 
 
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